Handball WM 2007 : Deutschland stark verbessert im ersten Hauptrundenspiel – Sieg gegen Slowenien

_POSTEDBY Jörg Holländer (jhollaender) on Thursday, 25. January 2007
Handball WM 2007

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft besiegt in einem begeisternden Spiel Slowenien mit 35:29 (17:14) und startet damit gut in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft. Heute schien die Einstellung endlich zustimmen, die Körpersprache der Spieler von Heiner Brand ließ daran keinen Zweifel aufkommen. Brands wichtigster Schachzug, die Nachnominierung von Christian Schwarzer machte sich heute richtig bezahlt. Nicht zuletzt seine enorme Erfahrung sorgte dafür, dass das DHB-Team mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Begegnung ging. Abwehr und Angriff waren im Vergleich zur Vorrunde deutlich verbessert.

Bis zum 3:3 in der 5. Spielminute verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Ein Siebenmeter von Rutenke, der gegen den immer stärker werdenden Henning Fritz nur über das Tor warf, ein parierter Strafwurf von Baur gegen Skof und weitere vergebene Torchancen sorget zunächst für eine Torflaute. Eine Zeitstrafe für Torsten Jansen, sollte die Wende einläuten. Technische Fehler auf Seiten der Gäste aus Slowenien wurden konsequent genutzt. Pascal Hens gelangen 2 Tore in Folge in Unterzahl, Deutschland lag erstmals mit 2 Toren vorne (3:5, 11.). Durch weiterhin sehr gute Abwehrarbeit und Chancenausnutzung konnte der Vorsprung bis zur 20. Minute auf 5 Tore (5:10) ausgebaut werden. Beim Stand von 14:17 ging es in die Halbzeitpause.

Rutenka per Strafwurf und Schwarzer erzielten die beiden ersten Tore der zweiten Spielhälfte, danach war erst einmal wieder Torflaute angesagt, technische Fehler auf beiden Seiten wechselten sich ab, bis Gajic in der 35. Minute das 16:18 erzielte. Im direkten Gegenzug stellte Hens den vorherigen Abstand wieder her und Kehrmann erhöhte per Tempogegenstoß auf 16:20. Bis zum 18:22 blieb der Abstand konstant, doch durch 2 Doppelschläge von Kehrmann - Hens und Glandorf - Kehrmann wuchs der Vorsprung bereits auf 6 Tore an (20:26, 41.). Fritz kann in der 47. Minute einen Strafwurf von Rutenka und dessen Nachwurf abwehren, doch Preiß vergibt im Gegenzug. Kavas verkürzt auf 21:26. Nach einer Abwehraktion im eigenen Strafraum erhält Henning Fritz eine Zeitstrafe. Johannes Bitter, der eigentlich nicht mehr mit einem Einsatz gerechnet hatte, wie er nach dem Spiel sagte, musste zwischen die Pfosten. Er konnte sich direkt auszeichnen, indem er 2 Siebenmeter von Kozlina und Lubej entschärfte. Bitter stand bis zum Ende im Tor der deutschen Mannschaft, die unter ohrenbetäubendem Jubel der 11000 Zuschauer im ausverkauften Gerry Weber Stadion einem sicheren 29:35-Sieg entgegensteuerten.

Slowenien - Deutschland 29:35 (14:17)

Slowenien:
Skof (5/25), Lapajne (4/19);
Kozlina (4), Backovic, Ivancic (2), Gajic (1), Mlakar, Natek, Kavas (2), Spiler (1), Brumen (2), Rutenka (12/5), Lubej (4), Zvizek (1)

Deutschland:
Fritz (8/29), Bitter (5/13);
Hens (9), Roggisch, Klein, Preiß (2), Glandorf (4), Baur (2), Zeitz (1), Jansen (5/3), Kraus, Kehrmann (8), Kaufmann, Schwarzer (4)

Strafminuten:
SLO: 6 (Kozlina 2, Backovic 2, Lubej 2)
GER: 14 (Fritz 2, Roggisch 4, Preiß 2, Zeitz 2, Jansen 2, Kaufmann 2)

Siebenmeter:
SLO: 5/10 (Fritz hält Brumen und 2-mal Rutenka, Bitter hält Kozlina, Lubej)
GER: 3/4 (Baur scheitert gegen Skof)

Schiedsrichter: Olesen, Pedersen (DEN)
Zuschauer: 11000 im Gerry Weber Stadion (ausverkauft)